Norwegen- Die raue Küste

Norwegen, super zum Fotografieren

Ich war im März eine Woche mit fünf Leuten in Norwegen. Wir alle fotografieren super gern und wollten voneinander lernen. Durch Zufall bin ich in die Gruppe gerutscht, denn die Reise wurde selbst organisiert, damit die Kosten weniger hoch sind. Ein toller Fotograf erzählte mir davon und meinte, dass noch ein Platz frei wäre und ich gern mitfahren könnte. Ich war sofort an der Angel und wusste, ich möchte die Reise unbedingt. Jetzt ist die Reise zu Ende und ich sitze hier allein in Oslo auf dem Flughafen.

Die Reise begann erst richtig in Tromso. Ab hier ging es mit dem Auto zur Insel Senja. Bei der Hintour war ständig wechselndes Wetter – Schnee, Wind, Kälte, Nebel, Sonne, Wolken, Wolkenlos und das in einem Wechsel von 10-20 Minuten. Das ist Norwegen, wurde mir erklärt.

So ein schönes Land

Das Land ist der Wahnsinn und das nicht nur im Sommer! Der Schnee verzaubert total. Die Berge, so steil und eindrucksvoll, recken sich in Schwarz-Weiß-Tönen aus der Erde empor. Schon während der Fahrt wurde viel fotografiert. Wenn uns etwas besonders gefallen hat, hielten wir an und fotografierten. Wir brauchten dadurch den ganzen Tag bis nach Senja.

Wir waren Selbstversorger und kauften ab und zu etwas in den norwegischen Kaufhallen. Ich mag es gern, denn es gibt in der Fremde viele Lebensmittel, die es bei uns nicht gibt. Eigentlich brauchte ich eine größere Tasse, denn in der FeWo gab es nur super kleine, aber es stellte sich heraus, dass ich weniger Kaffee trinke, wenn die Tasse klein ist. Das fand ich gut.

In Norwegen die Insel Senja

Das Häuschen in Senja hatte eine große Küche und einen großen Raum als Wohn- und Esszimmer. Die Zimmer im ersten Stock waren aber echt der Hammer – ganz winzig klein. Mein Zimmer hatte knapp 4qm und ich habe mich so wohl gefühlt, weil es so süß war.

Ich war immer früh auf, weil ich euch bei Instagram auf dem Laufenden halten wollte. Ich steh gern früh auf um zu Posten. Es ist mir wichtig und gehört für mich dazu.

Fototouren bringen mir viel Freude

Nach einem ausgiebigem Frühstück sind wir dann immer auf Fototour gefahren. Wir hatten ein Ort als Ziel und haben ganz flexibel angehalten und fotografiert. Ich hatte eine tolle Fuji-Kamera bis 55mm und ließ mich voll auf Norwegen im Winter ein. Das war nicht immer leicht, denn ich habe ja auch eigene Vorstellungen und Interessen. Z.B. fiel es mir in Orten schwerer Fotos zu finden als in der Natur. Es war eine Umstellung. Also bin ich immer rumgelaufen, habe mich mit Bewegung entspannt und habe dann wieder losgelegt. Es ist spannend Neues auszuprobieren. Ich versuchte mich auf die Situationen einzulassen und das hat gut geklappt. Es sind auch ein paar gute Fotos in den Orten entstanden.

Einfach mal was ausprobieren

Strukturen und Farbenspiele gehörten definitiv auch zu den schwierigeren Aufgaben, da ich das immer abgelehnt habe. Hier wurde ich eines Besseren belehrt. Wenn ich jetzt nach dem Urlaub Bilder bearbeite, erlebe ich immer wieder Neues. Mir wird klar, dass ein Fotoapparat Farben oft anders darstellt, als sie in Natur zu sehen sind. Da ist die Bildbearbeitung sehr wichtig und ich bin froh, dass ich mich mit Photoshop auskenne und ich so mein Glück immer wieder versuchen kann.

Norwegen – Kälte, Wind und Sonne

Auf jeden Fall kam der Spaß nicht zu kurz, denn irgendwie hat mir alles gefallen, sei es die Kälte, der Wind oder die Sonne. Dieses Land erstrahlt in besonderen Lichtern. Dazu gehören auch die Polarlichter, die wunderschön in einer Nacht am Himmel erleuchteten. Eindrucksvoll, sich ständig verändernd schwangen sie über uns. Die Kamera, zum ersten Mal auf einem Stativ mit einigen Einstellungen, brachten mir Technik und Natur sehr nahe. Schon Wahnsinn, wie Fotografieren funktioniert. Nicht nur das Knipsen, sondern sich richtig Zeit nehmen für die Fotografie. Ich war dick eingepackt in kuscheligen Sachen und gefütterten Schuhen, weil die Kälte knirschte und der Wind um die Berge über das Meer pfiff. Ein Wahnsinnserlebnis!

Mit dem Wetter hatten wir viel Glück. Es war immer etwas unter null. Der Schnee gab uns viel positive Energie. Und das Weiß und die Stille ist Balsam für die Seele. Die abenteuerliche Ruhe umgab uns oft. Das war zur Freude aller, denn die Natur ist einem dadurch so nah.

Gemeinsam klappt´s

Die Freude aller war aber auch die Harmonie zwischen uns. Es passierte alles im Einklang. Ich habe unsere Gruppe als angenehme Gemeinschaft wahrgenommen. Oft wurde gelacht und sowieso alle mit dem Fotografieren gleichsam beschäftigt. Abends saßen wir an unseren Rechnern, guckten und bearbeiteten gleich ein paar Bilder. Mit viel Begeisterung zeigten wir einander das Eingefangene. Wir fanden viel Spaß an den vielen unterschiedlichen Fotos. Da war es nicht verwunderlich, dass die Zeit schnell verging. Wir saßen oft bis 2 Uhr nachts und genossen die Atmosphäre, die kreativ und arbeitsintensiv war. Der Spaß kam da definitiv nicht zu kurz!

Eine grandiose Reise geht zu Ende

Über glücklich bin ich, dass ich mich zu dieser Reise aufgemacht habe. So konnte ich tolle Menschen und ein sensationelles Land kennenlernen. Die Bilder sprechen für sich und die Erinnerungen bleiben in meinem Kopf erhalten. Gern gebe ich dir meine Erfahrungen weiter und erzähle dir meine sprudelnden Gedanken, auch in einem Kunstbuch das erscheinen wird.

Norwegen ist inspirierend und sensationell schön, spannend, interessant, rau, beständig – Das Land gibt viel, um Kopf und Seele zu betören und klar zu bekommen. Ich weiß nun, was es heißt, im Winter Abenteuer in Norwegen zu erleben. Ich war lange nicht mehr so beeindruckt und die Erlebnisse werde ich immer als Erinnerungen mit mir tragen.

Danke für so viel Abenteuer!

Eine Meinung zu “Norwegen – ein Land mit 1000 Gesichtern

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